Perspektiven für den Heldbock in Karlshorst

12.03.24 –

Vorgang: KA/0624/IX

Das Bezirksamt wird um folgende Auskunft gebeten:

  1. Wie bewertet das Bezirksamt, die Idee die Heldbock-Population inklusive des von ihnen besetzten Baumes umzusiedeln, sollte das angestammte Habitat durch Baumaßnahmen zukünftig gefährdet werden?
    Aus artenschutzrechtlicher Sicht ist eine Umsiedlung eines mit dem Großen Eichenbock besetzen Baumes nicht sinnvoll, da der Käfer für seine Entwicklung auf einen lebenden Baum angewiesen ist. Da es sich bei den betroffenen Eichen bereits um absterbende Exemplare handelt, muss davon ausgegangen werden, dass die Bäume nicht erneut anwachsen und dadurch endgültig absterben. Die vom Saftfluss in den Bäumen lebenden Tiere werden somit nicht mehr versorgt und der noch von dieser Nahrung abhängige, immobile Teil der Population stirbt ab. Bisher durchgeführte Umsiedlungsversuche (in anderen Projekten deutschlandweit) hatten nicht den erhofften Erfolg, so dass es sich um keine Alternative handelt und der Erhalt der Bäume weiterhin oberste Priorität hat.
     
  2. Welche Flächen im naher Umgebung würden sich aus Sicht des Bezirksamtes eignen, um als neues Habitat für den Heldbock zu dienen?
    Im Sinne des Erhalts der ansässigen Heldbockpopulation liegt der Fokus wie dargelegt auf dem Erhalt der besiedelten Bäume, so dass aktuell nicht nach geeigneten Umsiedlungsflächen gesucht wird.

Kategorie

Anfrage | Klimaschutz, Umwelt, Grünflächen