Wohnungssuchende Geflüchtete unterstützen

Vorgang: DS/0587/IX

Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, ein dezentrales Beratungsangebot für wohnungssuchende Geflüchtete möglichst bereits in 2023 in Sammelunterkünften im Bezirk anzubieten und hierzu zu prüfen, ob eine Finanzierung aus dem Bezirkshaushalt oder durch Landesmittel möglich ist.

Begründung:
Geflüchtete versprechen sich von einer eigenen Wohnung u. a. bessere Chancen auf Teilhabe und Privatsphäre als bei einer Unterbringung in Sammelunterkünften des Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten. Geflüchtete erhalten unabhängig vom Einkommen keinen WBS, solange sie keine Aufenthaltserlaubnis besitzen, die für noch mindestens 11 Monate gültig ist. Das verringert ihre Chancen, eine Wohnung anzumieten. Das Wohnungsangebot im geschützte Marktsegment (berlinweit ca. 1350 Wohnungen im Jahr) oder im Programm Wohnungen für Flüchtlinge kann den Bedarf an Wohnungen für benachteiligte Bevölkerungsgruppen bei weitem nicht decken. Die durch Integrationslots*innen geleistete Unterstützung bei der Wohnungssuche erreicht aufgrund beschränkter Ressourcen eine eng begrenzte Anzahl an Geflüchteten. Es ergibt Sinn, auf die besondere Situation Geflüchteter mit einem auf sie zugeschnittenen Beratungsangebot zur Wohnungssuche zu reagieren. Das Projekt aus Marzahn-Hellersdorf, welches eine Sprechstunde für wohnungssuchende Geflüchtete in Lichtenberg ab 2024 anbieten wird, hat dies erkannt. Wir halten ein Beratungsangebot für (ggf. auch mehrfach benachteiligte) wohnungssuchende Geflüchtete schon in 2023 sinnvoll.

Kategorie

Antrag Arbeit, Soziales, Gesundheit Bürgernähe, Verwaltung, öffentliche Ordnung Offene Gesellschaft Wohnen und Stadtentwicklung

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