Grüne Themen in der BVV Lichtenberg am 20. Oktober 2022: Erhalt der buddhistischen Pagode, Eugeniu-Botnari-Platz, Klimaresilienz, Verkehrssicherheit in der Lückstraße und Fahrradreparaturstationen

20.10.22

Die buddhistische Pagode muss bleiben!
Der buddhistischen Pho-Da-Gemeinde in Hohenschönhausen droht die Räumung. Ihre Existenz ist damit akut gefährdet. Mit ihrem Dringlichkeitsantrag Die buddhistische Pagode muss bleiben!macht sich die bündnisgrüne Fraktion Lichtenberg in der BVV für den Erhalt der Pagode im Großhandelszentrum „Pacific-Center“ in der Marzahner Straße 17 stark. Integrationssprecher Dante Davis führt aus: „Der Glaubenstempel ist seit 2006 ein wichtiges Zentrum der buddhistischen Community und Anlaufpunkt für viele Menschen aus der vietnamesischen und viet-deutschen Community in Lichtenberg. Mit der androhenden Räumung des Standortes ohne Vorhandensein neuer Räumlichkeiten droht diesen Communitys der Verlust eines wichtigen Ortes der Zusammenkunft und der religiösen Stätte. Dadurch würde ein mühsam aufgebautes soziales Netzwerk und die Ausübung der Religionsfreiheit deutlich geschwächt.“

Eugeniu Botnari endlich würdig gedenken
Vor sechs Jahren starb Eugeniu Botnari qualvoll an den Folgen eines rassistisch und sozialchauvinistisch motivierten Angriffs. „Wir wollen diesem Opfer rechter Gewalt endlich würdevoll im Bezirk gedenken und auf die grausamen Umstände seines Todes öffentlich aufmerksam machen“, sagt Leonie Köhler, sozialpolitische Sprecherin der bündnisgrünen Fraktion Lichtenberg. Daher machen die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Druck, den bislang namenlosen Vorplatz am Bahnhof Lichtenberg in Eugeniu-Botnari-Platz umzubenennen. „Denn der Bezirk plant die Umbenennung schon länger. Nun ist es an der Zeit, dieses Vorhaben auch endlich umzusetzen“, betont Köhler.

Klimaresilienz: Schwammstadt Lichtenberg
Wassermangel und Rekordtemperaturen – mit dem Antrag Lichtenberg wird Schwammstadt steht ein weiteres wichtiges, bündnisgrünes Vorhaben zur Abstimmung. Mit ihrer Initiative will die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen Lichtenberg gegen die Folgen des Klimawandels wappnen, Flächen konsequent entsiegeln und Regenwasser ökologisch managen. Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher Philipp Ahrens erklärt dazu: „Der trockene Sommer hat gerade wieder gezeigt: Wasser ist kostbar! Die Hitze lässt unseren Bezirk verdorren. Straßenbäume müssen aufwändig bewässert werden. Die dichte Bebauung führt zu Rekordtemperaturen. Versiegelte Flächen verhindern, dass Regenwasser versickern kann. Damit ist es für Bäume, Pflanzen und Menschen verloren. Das wollen wir ändern! Unser Ziel ist die ‚Schwammstadt Lichtenberg'.“

Verkehrssicherheit in der Lückstraße
„In der Lückstraße muss in punkto Verkehrssicherheit dringend etwas passieren“, erklärt Daniela Ehlers, Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecherin der Lichtenbrger Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. „Wir fordern als Sofortmaßnahme ein Park- und Halteverbot im Abschnitt zwischen Weitling- und Giselastraße.“
Die Lückstraße ist eine relativ schmale Straße, der Verkehr – ob Bus-, Auto-, Rad- oder Fußverkehr – sehr dicht. Die Fahrspur ist zusätzlich durch am Rand parkende Autos verengt. Selbst erwachsene Radfahrende weichen auf den Fußweg aus, weil sie sich auf der Lückstraße nicht sicher fühlen. „Fallen die Parkplätze weg, kann der Verkehr besser fließen. Der Bus kommt schneller durch. Riskante Überholmanöver entfallen. Mehr Sicherheit auf der Straße bedeutet weniger Radfahrende auf dem Fußweg und somit auch mehr Sicherheit für Fußgänger:innen“, so Ehlers weiter.

Fahrradreparaturstationen
Zudem setzt sich die bündnisgrüne Fraktion in der BVV Lichtenberg für das Aufstellen von Fahrradreparaturstationen ein. „Immer mehr Menschen fahren Rad als Ausdruck eines gewachsenen Bewusstseins für den Klimaschutz und eines nachhaltig veränderten Mobilitätsverhalten“, sagt Dante Davis, verkehrspolitischer Sprecher. Doch was ist, wenn das Fahrrad (unterwegs) streikt? Werkstätten benötigen dank des Booms teilweise wochenlang für eine Reparatur. Die Reparatur eines Fahrrads ist aber auch eine soziale Frage. Häufig können sich Menschen mit geringem Einkommen teure Reparaturen in einer Werkstatt oder Werkzeug zur Selbstreparatur nicht leisten. „An Fahrradreparaturstationen können Reparaturen selbst vorgenommen werden, insbesondere wenn unterwegs kleinere Probleme am Drahtesel auftreten. In zahlreichen Städten und anderen Berliner Bezirken gehören diese Stationen bereits zum alltäglichen Stadtbild“, führt Davis weiter aus.

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